Die Technologie

Keramik-Wärmespeicher: Wärme dorthin, wo sie hingehört.

Hochtemperatur-Keramik-Formsteine im Flammrohr Ihres Kessels — weißglühend bei 1.000 bis 1.200 Grad. Sie verwandeln Konvektionswärme in Infrarot-Strahlung und speichern Energie über die Brennerpausen. Ergebnis: gemessene 10 bis 17 Prozent weniger Brennstoff.

So funktioniert der Keramik-Wärmespeicher

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Das versteckte Problem jedes Kessels

Ein Kessel kann immer nur einen Teil der Flammenenergie sofort an das Wasser übergeben — der Rest verlässt die Anlage als Abgaswärme oder verpufft in den Auskühl- und Anfahrphasen. Diese Energie sieht keine Standard-Messung, denn der Rauchfangkehrer misst nur bei laufendem Brenner. Auf der Gasrechnung ist sie trotzdem sichtbar — Jahr für Jahr.

Der Grund liegt im Takt: Der Wärmebedarf wandert über den Tag, der Brenner kennt aber nur ein und aus. Jedes Anfahren kostet Vorspülung, jedes Abschalten Auskühlung.

Warum der Brenner überhaupt taktet

Die Kesselwassertemperatur pendelt zwischen zwei Schaltpunkten. Unterschreitet sie den unteren, springt der Brenner an; überschreitet sie den oberen, schaltet er ab. Diese Schaltdifferenz ist bauartbedingt und lässt sich nicht wegregeln — sie bestimmt, wie oft der Brenner am Tag anfährt.

Die Lösung: reine Physik

  • ■Massive Keramik-Formsteine (ausgelegt für Anwendungen bis 1.650 Grad) werden an einem Tag im Flammrohr positioniert — ohne baulichen Eingriff, ohne Elektronik, ohne Änderung an Brenner oder Regelung.
  • ■Im Betrieb glüht die Keramik weiß. Ihr Emissionsgrad von etwa 0,95 (Kesselstahl: 0,25) strahlt die Wärme direkt auf die wasserberührten Flächen — rund 18 Prozent mehr Wärmeübertragung auf die Wasserseite (GWI-Simulation).
  • ■Als Wärmespeicher arbeitet die Keramik weiter, wenn der Brenner ruht oder in Teillast läuft: Der Kessel hält seine Temperatur deutlich länger, der Brenner springt später an oder kommt mit einer kleineren Leistungsstufe aus.

Der eigentliche Hebel: der glühende Wärmespeicher

Die Keramik speichert Flammenenergie, die der Kessel selbst nicht aufnehmen kann, und gibt sie ab, sobald der Brenner ruht. Schaltet der Brenner ab, hält die glühende Keramik den Kessel deutlich länger warm — er muss erst viel später wieder anspringen. Läuft der Brenner modulierend durch, genügt ihm dank der großflächigeren Wärmeübertragung eine kleinere Leistungsstufe für dieselbe Wärmeabnahme — wie ein Auto, das 80 km/h im fünften statt im vierten Gang fährt: gleiche Geschwindigkeit, weniger Verbrauch. In der jüngsten Klinikums-Messung (Juli 2026) sank die Brennerlaufzeit bei gleicher Wärmelieferung von 205 auf 105 Minuten. Und bei Anlagen, deren Abgasweg in den Brennerpausen offen bleibt, verhindert die glühende Keramik zusätzlich, dass der Kamin den Kessel auskühlt.

Im Gutachten der TU Clausthal wurde aufgezeigt, dass dafür eine Keramik-Masse von nur etwa einem Prozent der Wassermenge im Kessel genügt — ein kleiner Einbau mit großer Wirkung, weil die Keramik auf rund 1.000 Grad glüht, während das Wasser nur um wenige Grad schwankt.

Am Takt des Kessels wird das messbar: Der Brenner fährt seltener an und läuft dabei kürzer — bei exakt gleicher Wärmelieferung.

Warum Keramik und nicht Stahl?

Ein Wärmespeicher ließe sich theoretisch auch aus Stahl bauen. Hochtemperatur-Keramik ist ihm aber in zwei Punkten überlegen: Sie lässt sich deutlich höher erhitzen und speichert dadurch mehr Energie, und sie ist — anders als warmfester Stahl — beständig gegen die Schwefelverbindungen, die bei ölbefeuerten Anlagen entstehen. Deshalb setzen wir auf massive Keramik-Formsteine, nicht auf Metall.

Wie robust das Material ist, zeigt unser Qualitätstest: Jede Charge wird 30-mal weißglühend — bei über 1.000 Grad — in kaltes Wasser getaucht, ohne dass sich die Eigenschaften verändern. Möglich macht das der Brennvorgang der Formsteine, der sich bei 1.500 bis 1.800 Grad über mehrere Tage erstreckt — die Grundlage der Langlebigkeit, die unsere Anlagen seit 2016 beweisen.

Technische Daten — INTENSATEC enSAVERtwo

  • ■Anwendungsgrenze: 1.650 °C
  • ■Rohdichte: 2,5 g/cm³
  • ■Kaltdruckfestigkeit: 70 N/mm²
  • ■Wärmeleitfähigkeit: 1,71–1,75 W/mK
  • ■Temperaturwechsel-Beständigkeit: sehr gut

Das vollständige technische Datenblatt legen wir im technischen Gespräch vor.

Für welche Anlagen?

  • ■Warmwasser-, Heißwasser-, Dampf- und Thermalölkessel von circa 150 kW bis 30 MW.
  • ■Brennstoffe: Erdgas und Öl. Voraussetzung: horizontaler Gebläsebrenner.
  • ■Wartungsfrei über die gesamte Lebensdauer; beim Kesseltausch in den neuen Kessel übertragbar.
  • ■Ältere Kessel kommen durch die saubereren Abgaswerte häufig wieder unter die Grenzwerte — der teure Neukessel wird oft überflüssig.

Es handelt sich um massive Keramik-Formsteine (Wärmespeicher) — nicht um eine Beschichtung und nicht um Elektronik. Nichts, was verschleißt, kalibriert oder gewartet werden muss.

Die Blackbox im Heizraum

Vor jeder Zusage über eine Einsparung steht eine Frage, die selten gestellt wird: Woher wissen Sie überhaupt, was Ihr Kessel heute verbraucht? Die drei folgenden Abschnitte beantworten sie. Wer lieber zuhört als liest, bekommt hier den ganzen Gedankengang in wenigen Minuten.

Warum nur die Messung zählt

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Woher wissen Sie eigentlich, was Ihr Kessel verbraucht?

Bevor wir über den Nachweis der Einsparung sprechen, lohnt eine ehrliche Bestandsaufnahme: 99 Prozent aller Kesselanlagen haben keinen Wärmemengenzähler direkt am Kessel. Betriebe wissen auf den Cent genau, wie viel Gas sie eingekauft haben — die Rechnungen liegen ja vor. Wie viel nutzbare Wärme der Kessel aus diesem Gas erzeugt hat, wurde dagegen seit dem ersten Betriebstag noch nie gemessen.

Ein Bild macht es greifbar: Stellen Sie sich ein Auto vor, dessen Handschuhfach voller Tankquittungen steckt — das aber keinen Kilometerzähler hat. Sie können für jedes Jahr exakt sagen, was Sie getankt haben. Wie viel dieses Auto auf hundert Kilometer verbraucht, kann Ihnen trotzdem niemand sagen — die zweite Hälfte der Rechnung fehlt schlicht. Genau so laufen viele Kessel seit Jahren: Der Einkauf ist lückenlos dokumentiert, die Erzeugung ist eine Blackbox.

Auch vorhandene Unterzähler ändern daran wenig. In großen Gebäuden fließt das Kesselwasser über eine hydraulische Weiche auf einen Heizkreisverteiler mit vielen Abgängen — Bäderbereich, Verwaltung, Block C, Therapiezentrum. Wärmemengenzähler sitzen dort, wo einzelne Gebäude abgerechnet werden, typischerweise an sieben von zehn Abgängen. Zusammengezählt erfassen sie 70 bis 80 Prozent der verteilten Wärme, der Rest läuft an ihnen vorbei. Der eine Zähler, der die Frage wirklich beantworten würde — direkt am Kesselaustritt, vor Weiche und Rücklaufanhebung —, fehlt fast überall.

Warum die Gasrechnung als Nachweis ausscheidet

Der naheliegende Gedanke lautet: Keramik einbauen, ein Jahr laufen lassen, dann die Gasrechnungen vergleichen. Dieser Weg scheitert an der Streuung des Betriebsalltags. Der Wärmebedarf eines Betriebs schwankt von Jahr zu Jahr um 20 Prozent und mehr — mildere oder strengere Winter, höhere oder niedrigere Belegung, geänderte Produktionszeiten, ein zusätzlich angeschlossenes Gebäude. In dieser Streuung geht eine Einsparung von 13 Prozent schlicht unter.

Wie sehr, zeigt ein Fall aus der Praxis: Ein Kunde meldete ein Jahr nach dem Einbau rund 20 Prozent Mehrverbrauch und machte die Keramik verantwortlich. Nach langem Nachfragen fand sich die Ursache — er hatte inzwischen ein weiteres Verwaltungsgebäude mit 200 Arbeitsplätzen an dieselbe Heizzentrale angeschlossen. Die Rechnung dokumentiert eben nur, wie viel Gas gekauft wurde; über die Gründe schweigt sie.

Deshalb legen wir dieses Thema in jedem Erstgespräch von uns aus auf den Tisch, bevor Sie unterschreiben: Sie sollen vorher wissen, was hinterher beweisbar ist — und auf welchem Weg.

Die Lösung: Wir bauen den Kilometerzähler ein — auf Zeit

Die Vorher-nachher-Messung nach der gemeinsam mit dem TÜV entwickelten Methode gibt Ihrer Anlage für die Dauer der Messung genau das, was ihr immer gefehlt hat: die vollständige Erfassung dessen, was hineingeht und was herauskommt. Gemessen wird unter kontrolliert gleichen Bedingungen — dieselbe Anlage, dieselben Geräte, vergleichbare Last, im Abstand von einem Tag: einmal ohne Keramik, einmal mit. Um im Bild zu bleiben: gleiche Strecke, gleicher Fahrer, gleiche Geschwindigkeit — einmal ohne, einmal mit der Technik.

Weil beide Läufe mit denselben Geräten gefahren werden, fällt jede Geräte-Toleranz aus der Rechnung heraus — erfasst wird die Differenz. Auf das Ergebnis rechnen wir zusätzlich fünf Prozent Sicherheitspuffer. Diese Differenz ist der belastbare Wert. In der jüngsten Klinikums-Messung sank die Brennerlaufzeit bei gleicher Wärmelieferung von 205 auf 105 Minuten.

Dieser Wert gilt dauerhaft, denn die Keramik arbeitet bei jedem Brennerstart nach denselben physikalischen Gesetzen — im warmen Jahr wie im kalten, bei voller wie bei halber Auslastung. Ihr absoluter Verbrauch wird weiterhin mit Wetter und Auslastung schwanken; der prozentuale Vorteil der Keramik bleibt bestehen.

Prüfen Sie in 60 Sekunden, was Ihr Kessel spart.