Für technische Leiter, Kesselwärter und Energieberater

Physik statt Versprechen.

Sie haben schon viele Effizienz-Wunder gesehen. Deshalb hier keine Werbetexte, sondern das Wirkprinzip, die Gutachten, die Messmethode und die Grenzen der Technologie — und auf Wunsch das direkte Gespräch mit unserem Techniker, ohne Vertrieb.

Das Wirkprinzip in zwei Minuten

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Das Wirkprinzip

Hochtemperatur-Keramik-Formsteine werden im Flammrohr des Kessels positioniert. Im Betrieb erhitzen sie sich auf 1.000 bis 1.200 Grad und glühen weiß. Der Emissionsgrad der Keramik liegt bei etwa 0,95 — Kesselstahl liegt bei etwa 0,25. Die Keramik wandelt damit einen erheblichen Teil der Konvektionswärme in Infrarot-Strahlungswärme um, die direkt auf die wasserberührten Flächen wirkt.

Der zweite, oft größere Hebel ist der Wärmespeicher-Effekt: Die Keramik nimmt Flammenenergie auf, die der Kessel selbst nicht halten kann, und gibt sie in Brennerpausen und Teillastphasen wieder ab. Taktende Anlagen springen deutlich später wieder an; modulierende Brenner kommen dank der großflächigeren Wärmeübertragung mit einer kleineren Leistungsstufe aus. In der jüngsten Klinikums-Messung (Juli 2026) sank die Brennerlaufzeit bei gleicher Wärmelieferung von 205 auf 105 Minuten. Bei Anlagen, deren Abgasweg in den Pausen offen bleibt, verhindert die glühende Keramik zusätzlich das Auskühlen durch den Kaminzug.

Der Ansatzpunkt wird sichtbar, wenn man die drei Nutzungsgrade nebeneinanderlegt, die für denselben Kessel genannt werden:

Maßarbeit statt Katalogware

Jede Keramik wird an die Strömungs- und Brennraumgeometrie der konkreten Anlage angepasst. Die Auslegung erfolgt millimetergenau — die bauliche Integrität des Kessels bleibt dabei unangetastet.

Die Maßarbeit betrifft auch das Material selbst. Zum Einsatz kommt ein System aus drei verschiedenen Keramikarten mit jeweils eigener Zusammensetzung, abgestimmt auf die unterschiedlichen thermischen Belastungen an ihren Plätzen im Kessel: Die Formsteine im Flammpunkt tragen andere Lasten als die Riegel des Unterbaus.

Konstruktionszeichnung eines Kessels mit eingezeichneter Keramik-Anordnung — Schnitt und Aufsicht
Konstruktionszeichnung: Anordnung der Keramik im Flammrohr, Schnitt und Aufsicht.

Wo die Differenz bleibt

Zwischen bezahlter Energie und angekommener Wärme liegen 20 bis 40 Prozent. Sie gehen über die Abgaswärme sowie über die Anfahr- und Auskühlphasen verloren — beides sieht eine Abgasmessung am laufenden Brenner nicht.

Die Validierung

  • ■GWI Essen (Gas- und Wärme-Institut), CFD-Simulation: rund 18 Prozent mehr Wärmeübertragung auf die Wasserseite, Abgastemperatur minus 62 Kelvin, Wärmestromdichte sicher unterhalb des Grenzwerts nach EN 12953-3.
  • ■Gutachten TU Clausthal: bis zu 20 Prozent Einsparung bei Heizwert-Kesseln, rund 10 Prozent bei Brennwertkesseln.
  • ■Langzeitmessung bei einem deutschen Großkonzern 2019–2021: über 500.000 Datensätze, rund 10 bis 12 Prozent besser als der baugleiche Referenzkessel ohne Keramik.
  • ■Anonymisiertes Messprotokoll 2022 (Viessmann Vitoplex 300): plus 11,78 Prozent Effizienz bei 8 Prozent Prognose; CO minus 25,3 Prozent, NOx minus 23,1 Prozent.

Alle Gutachten und Messprotokolle stellen wir Ihnen im technischen Gespräch im Volltext zur Verfügung.

Die Messmethode (das eigentliche Argument)

Vor dem Einbau und nach dem Einbau wird der Verbrauch nach einer gemeinsam mit dem TÜV entwickelten Methode gemessen — je Messung zwei bis drei Stunden, unter vergleichbaren Lastbedingungen, ausgelegt für Vorlauftemperaturen bis 110 °C. Sollte die Anlage die Prognose einmal nicht erreichen, haben Sie die Wahl zwischen Nachverhandlung und vollständigem Rückbau mit Erstattung des Kaufpreises binnen sieben Werktagen. Am Ende zählt allein die Messung an Ihrem eigenen Kessel.

Einsatzbereich und Grenzen

  • ■Kesselleistung: circa 150 kW bis 30 MW.
  • ■Kesseltypen: Warmwasser-, Heißwasser-, Dampf- und Thermalölkessel; Brennstoffe Gas und Öl.
  • ■Voraussetzung: horizontaler Gebläsebrenner.
  • ■Einbau an einem Tag, ohne baulichen Eingriff; Warmwasserkessel genehmigungsfrei.
  • ■Material: Hochtemperatur-Keramik, ausgelegt für Anwendungen bis 1.650 Grad, Druckfestigkeit 70 N/mm²; Qualitätstest: 30-mal weißglühend in kaltes Wasser, ohne dass sich die Eigenschaften verändern. Wartungsfrei, bei Kesseltausch übertragbar.
  • ■Keine Elektronik, keine Eingriffe in Brenner, Regelung oder Wasserseite — die Anlage bleibt genehmigungsrechtlich unverändert (Dampfkessel: Abstimmung mit dem Kesselprüfer wird organisiert).

Nebeneffekt für Bestandsanlagen

Durch die verbesserte Verbrennung sinken CO um rund 21 und NOx um rund 24 Prozent (Mittelwerte der Referenzmessungen). Ältere Kessel, die an Grenzwerten scheitern, kommen damit häufig wieder in den zulässigen Bereich — die wirtschaftliche Lebensdauer des Bestandskessels verlängert sich, statt dass ein Neukessel fällig wird.

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Häufige Fragen

›Verändert die Keramik den Feuerraumdruck oder die Brennereinstellung?

Die Auslegung erfolgt kesselspezifisch durch Intensatec; die Geometrie ist so dimensioniert, dass Feuerungsverhalten und Wärmestromdichte innerhalb der Norm-Grenzen bleiben (GWI-Simulation, EN 12953-3). Nach dem Einbau wird der Brenner regulär eingemessen.

›Was passiert bei Lastwechseln und Taktbetrieb?

Genau dort entsteht der größte Effekt: Die Speichermasse glättet Temperaturspitzen und hält die Strahlungswärme über Brennerpausen — taktende Anlagen springen später wieder an, modulierende Brenner laufen in einer kleineren Stufe. Beleg aus der jüngsten Messung: Brennerlaufzeit von 205 auf 105 Minuten gesunken, bei gleicher Wärmelieferung.

›Woran erkenne ich den Effekt in meinen eigenen Zahlen?

An zwei Größen: Erstens an der Abgastemperatur — als Faustformel steigt der Wirkungsgrad je 10 °C niedrigerer Abgastemperatur um rund 0,65 Prozent. Zweitens am Jahresnutzungsgrad: Real liegen viele Anlagen bei 60 bis 80 Prozent, weit unter den rund 87 Prozent der Norm-Messung — genau diese Lücke aus Teillast und Taktbetrieb holt der Wärmespeicher zurück. Beides können Sie nach dem Einbau selbst nachmessen.

›Wie ist die Genehmigungslage dokumentiert?

Zu jedem Projekt erhalten Sie eine schriftliche Konformitätsbestätigung, unterzeichnet von unserem Technischen Leiter (Dipl.-Ing.): Bei Warmwasserkesseln bis 110 °C Vorlauftemperatur ist keine zusätzliche TÜV- oder Behörden-Genehmigung erforderlich, und die Bauart-Konformität Ihres Kessels bleibt nach dem Einbau vollständig erhalten — die Keramik wird eingelegt, nicht verbaut.

›Referenz-Gespräch mit einem Betreiber-Techniker möglich?

Ja. Wir vermitteln auf Wunsch ein Telefonat mit Technikern von Bestandskunden — von Techniker zu Techniker.

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